Geduld und Ungeduld – Teil 2

Letzte Woche Montag ist mir was passiert, was ich nur aus der Kindheit kannte. Begonnen hat der Spaß, nachdem ich mir einen Tag in der Woche so richtig geschmeidig mit To Do’s vollgestopft  hatte. Kann ich übrigens nicht empfehlen ;) Fast alle Pflichten erledigt, schnell noch Vater hallo gesagt und mich von ihm zur Bahn begleiten lassen. Zuvor erwähnte ich beiläufig, dass ich gerne die Bahn um XYZ-Uhr kriegen wollte.

Da der letzte Besuch länger her war und sowohl ich, als auch mein Vater, gerne reden, strich die Zeit nur noch vor sich hin. Gedanklich legte ich fest, dass ich keine Lust habe zu rennen und doch lieber die nächste Bahn nehme. Mein Vater, von ihm habe ich wohl den Ehrgeiz, sah das anders “Ach, ist doch ein Klacks bis dahin, mit mir kriegst du die Bahn“. Mission Accepted.

Kaum waren wir Draußen, fing es an zu schütten! Regen, Regel, Regen. Dazu noch die rote Ampel auf der einspurigen Straße. Meine Logik sagte mir “bleib stehen, auf die 20 Minuten kommt es nicht an”. Aber irgendwas anderes sagt mir widerum “Bahn kriegen! Jetzt sofort! Challenge gewinnen”. Dann passieren so dumme Dinge, dass ich einen (zu schnell Fahrenden) LKW in der Kurve übersehe. Reflexartig gehe ich mehrere Schritte zurück um ihn vorzulassen (er grün, ich rot, macht Sinn). Er war aber so nett und hat angehalten, damit ich mit meinem Vater über die Straße gehen kann. Ich mich bedankt, alles cool, alles nach Plan, nochmal Glück gehabt. Schnell auf die andere Seite gerannt.

Nachdem ich die Ampel hinter mir hatte, kam allerdings der Feind: Steine. Nasse Steine. Sie sehen sehr schön aus an der Warteinsel. Drei Mal dürft ihr raten was passiert ist :D Ich habe mich mal so richtig “geschickt ungeschickt” hingelegt. Zum Glück hatte ich an diesem Tag nicht meine Lieblingsjeans an (Ironie!). Diese wurde durch den Stunt “ge-used-looked”. Zwei fabelhafte Löcher, blutige Knie und Hand. Ja, da werden Erinnerungen wach. Mit 11-13 war ich mal überzeugt einen Hügel mit dem klapprigen MTB runterfahren zu können, das hat auch blutig inkl. Narben geendet. Eigentlich eine gute Statistik für eine chronisch-gegen-alles-laufende Person wie mich ;)

hingefallen_entschleunigung_arm_smallJetzt verstehe ich wieso Kinder so weinen, wenn die sich hingelegt haben! Das hat gebrannt wie Sau! Und zwar nicht nur kurz nach dem Sturz, sondern TAGE danach noch! Zudam habe ich an beiden Knie blaue Flecken. Dabei wollte ich joggen am nächsten Tag aber Pustekuchen. Jeder Schritt tat weh. An diesem Punkt muss ich wirklich sagen, dass auf der obersten Etage wohnen doch nicht soooo cool ist.

Das Beste war die Reaktion von meinem Vater, muss gerade grinsen, wenn ich dran denke. Er guckt mich so ganz ungläubig an und kommentiert den Sturz folgendermaßen “Wie hast du das denn gemacht? Ich mein, da war doch nichts! Wieso bist du denn hier hingefallen?” :D Mein Vater ist einfach der Beste!

hingefallen_entschleunigung_beineWas wollte ich eigentlich mit diesem Beitrag sagen? Ach ja, genau! Den Kalender NICHT vollstopfen. Guter Tipp, glaubt mir. Ich erwische mich öfters dabei, dass ich den Vorsatz doch nicht so gut umsetzen kann. Immernoch besser als früher immerhin ;) Kennt ihr das Buch “Wenn du es eilig hast, gehe langsam” von L. Seiwert? Habe das auf meiner Wunschliste. Sollte ich mir vielleicht doch mal kaufen irgendwann…

Wann seid ihr das letzte Mal hingeflogen? Mit Knie aufschlagen und sowas :D

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von Geduld und Ungeduld – Teil 1

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